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Stationär zuhause zuweisen

Spital zuhause bietet eine spitalverlagerte Akutversorgung im häuslichen Umfeld, im Alters- und Pflegeheim oder in betreuten Institutionen.

 

Die Behandlung entspricht in Qualität, Sicherheit und Verantwortlichkeit einem konventionellen  Spitalaufenthalt – erfolgt jedoch im gewohnten Umfeld der Patientinnen und Patienten.

 

Die medizinische Verantwortung wird während der gesamten Behandlungsdauer durch das interprofessionelle ärztliche und pflegerische Team von Spital zuhause übernommen. Die Betreuung erfolgt rund um die Uhr, mit mehreren ärztlichen und pflegerischen Visiten pro Tag vor Ort, klaren Notfallkonzepten und – bei Bedarf – ergänzt durch telemedizinisches Monitoring.

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Unsere Versorgungsregion

Das Spital zuhause steht derzeit in 18 Baselbieter Gemeinden zu Verfügung. Weitere Gemeinden folgen im Verlauf des Jahres 2026.

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Wählen Sie die Gemeinde, in der Ihre Patientin oder Ihr Patient wohnhaft ist. Sie werden direkt zu den Kontaktangaben des zuständigen Spital zuhause-Teams weitergleitet.

Wann eignet sich die Zuweisung ins Spital zuhause?

Grundsätzlich gilt: medizinisch sinnvoll, technisch möglich, sozial erwünscht.

Spitalrelevante

Erkrankung

Es liegt eine spitalrelevante Erkrankung vor, die eine stationäre Behandlung nötig macht. Vor allem ältere Menschen mit erhöhtem Risiko für Delir, Stürze oder Spitalinfektionen profitieren von einer Spitalbehandlung zuhause.

Patientin lebt im Versorgungsgebiet

Patienten und Patientinnen, die im Einsatzgebiet wohnhaft sind, können das Angebot in Anspruch nehmen - darunter auch Menschen, die in einer Institution (Alters-und Pflegeheim) leben.

Auf Wunsch der Patienten

Patientinnen und Patienten müssen mit der Spitalbehandlung zuhause einverstanden sein. Menschen mit eingeschränkter Mobilität, chronischen und palliativen Erkrankungen wünschen oft eine Behandlung zuhause.

Medizinischer Leistungsumfang zuhause

Die Behandlung im Rahmen von Spital zuhause entspricht einer stationären Akutbehandlung und wird individuell an den klinischen Bedarf angepasst.

Diagnostik

  • Anamnese und klinische Untersuchung

  • Laboruntersuchungen

  • 12-Kanal EKG und Ultraschall

  • Vitalparameterüberwachung

  • bei Bedarf 24/7-Telemonitoring

  • 24-h-Blutdruckmessung

  • Holter EKG

Therapie

  • IV- und subkutane Medikation

  • Antibiotikatherapie

  • Sauerstofftherapie (bis 4 Liter)

  • Komplexe Schmerztherapie, z.B. Schmerzpumpen

  • Inhalationen, Hydrierung

Interventionen

  • Pleurapunktionen, Aszitespunktionen

  • Wundversorgung

  • Hautbiopsien

  • Kathetermanagement

  • Fachärztliche Konsile

das ist hospital at Home

So läuft die Zusammenarbeit ab

Akut kranke Patienteninnen  und Patienten werden in ihrer vertrauten häuslichen Umgebung auf Spitalniveau behandelt. Dank moderner Technologie wird die Qualität und Sicherheit einer stationären medizinischen Versorgung zuhause sichergestellt.  So läuft unsere Zusammenarbeit genau ab:

1.
Ärztliche
Zuweisung

Hausärzte und Hausärztinnen oder die Notfallstation überweisen telefonisch oder per Zuweisungsformular Ihre Patientin oder Ihr Patient in die Spital zuhause-Behandlung wenn eine stationäre Versorgung notwendig ist.

2.
Aufnahme ins Spital zuhause

Ein interprofessionelles Team führt die spitaläquivalente Aufnahme im häuslichen Umfeld nach Absprache mit dem Zuweisenden durch. Die akutmedizinische Verantwortung liegt nun beim Spital zuhause-Team.
 

3.
spital-äquivalente
Behandlung

Bei den täglichen ärztlich-pflegerischen Visiten wird der klinische Zustand der Patientinnen und Patienten kontinuierlich evaluiert und die Therapie entsprechend angepasst.

4.
Therapie-
abschluss

Sobald die akutmedizinische Behandlung abgeschlossen ist, tritt das Spital zuhause bei den Patienten und Patientinnen aus. Es erfolgt eine schriftliche und mündliche Übergabe an die Ansprechspartner der ambulanten Grundversorgung.

Abrechnung

Die Kosten für die Behandlung werden über die Grundversicherung gedeckt. Für die Patientinnen und Patienten entstehen keine zusätzlichen Kosten gegenüber einem stationären konventionellen Spitalaufenthalt.

Warum das Spital zuhause das Gesundheitssystem entlastet

Geringere Kosten

Die Versorgung zuhause spart Infrastrukturkosten und reduziert Folgekosten wie Reha- oder Kuraufenthalte. Durch den Erhalt der Mobilität können verfrühte Pflegeheimeintritte vermieden werden.

Mehr Kapazität im Spital

Akutbetten stehen schwerkranken Patientinnen und Patienten zur Verfügung – Spitäler werden entlastet. Saisonale Schwankungen der Auslastung von Spitalbetten sind besser zu kontrollieren.

Zufriedenere Fachpersonen

Ärzte, Ärztinnen und Pflegefachpersonen profitieren von einem abwechslungsreichen Arbeitsalltag mit einer hohen Selbstwirksamkeit.

Schweizer Studien zum
Spital zuhause

PRAXIS Vol. 114 Ausgabe 6 Juni 2025

Urologie 2025 · 64:769–772

der informierte @rzt Vol. 14 Ausgabe 12 Dezember 2024

Schweizerische Ärztezeitung | 2024;105(1–2):16–19

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